Menü

Header image

MdL Heiko Sachtleben: Vorfahrt für den Igel - bundeseinheitliche Regeln für Mähroboter jetzt auf den Weg bringen

Igel und andere Kleintiere vor Mäh- und Schneidemaschinen schützen

03.03.26 –

Peine. Igel sind aus unseren Gärten kaum wegzudenken. Umso alarmierender ist es, dass sie inzwischen auf der Vorwarnstufe der Roten Liste stehen. Neben Straßenverkehr und Lebensraumverlust tragen zunehmend auch Mähroboter zu dieser Entwicklung bei. Deswegen haben die Grünen gemeinsam mit der SPD einen Antrag in den Niedersächsischen Landtag eingebracht, der klare Bedingungen für den Einsatz von Mährobotern vorsieht. Ziel ist es, insbesondere die Nutzung in den Nachtstunden zu regulieren, da Igel nachtaktiv und dann besonders gefährdet sind.
Der grüne Landtagsabgeordnete Heiko Sachtleben erklärt dazu: „Wenn Igel nachts oder in der Dämmerung unterwegs sind und sich bei Gefahr einrollen, haben sie kaum Chancen gegen die scharfen Klingen von Mährobotern. Wir fordern daher Maßnahmen, die den Schutz von Igeln und anderen Kleintieren verbessern.“
Manche niedersächsische Kommunen sind bereits mit eigenen Beschränkungen vorangegangen, auch im Landkreis Peine wurde per Allgemeinverfügung vom 02.02.2026 ein Verbot des nächtlichen Betriebes von Mährobotern erlassen. „Das ist eine richtige Entscheidung, im Ergebnis gibt es aber leider einen Flickenteppich von Vorschriften und Bestimmungen. An bundeseinheitlichen Vorgaben – etwa einem Nachtfahrverbot für Mähroboter – führt daher kein Weg vorbei“, so Sachtleben weiter.
Tierschutzorganisationen und Igel-Rettungsstationen berichten seit Jahren von teils schwer verletzten Tieren. Abgetrennte Gliedmaßen und tiefe Schnittverletzungen sind keine Einzelfälle. Die Technik der Geräte ist auf einen sauberen Rasenschnitt ausgelegt und nicht auf das Erkennen von Kleintieren, die sich bei Gefahr zusammenrollen statt zu fliehen.
„Ein Nachtfahrverbot schränkt niemanden spürbar ein, rettet aber unzählige kleine Leben“, betont Sachtleben. Der gemeinsame Antrag von SPD und Grünen setzt daher auf klare gesetzliche Rahmenbedingungen statt auf freiwillige Selbstverpflichtungen. Ziel ist ein einheitlicher, praktikabler Schutz für Igel und andere Kleintiere, damit heimische Gärten nicht zur tödlichen Falle werden.
Heiko Sachtleben, MdL

Medien